Tipico und Sportschau beginnen Kooperation

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Zukünftig wird die Sportschau der ARD vom privaten Wettanbieter Tipico gesponsert. Dieser Dammbruch ist schon schlimm genug, wäre da nicht auch noch die Debatte der GEZ-Erhöhung dieser Tage.Ich habe bei der Plenarrede zur Einführung des Glücksspielstaatsvertrags es angesprochen und genau die Problematik genannt, dass es eine der größten Schwächen des Glücksspielstaatsvertrages ist, solche Sponsorings möglich zu machen. Grundsätzlich hat es einer Regulierung des Glückspiels, des Online-Glücksspiels und der Sportwetten bedurft. In der Tiefe konnten allerdings nicht alle Probleme ausgeräumt werden. Zukünftig gilt es diese zu schließen.Es kann aber trotzdem nicht sein, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der Milliarden Euro von den Bürgern abpresst und jetzt mithilfe des Bundesverfassungsgerichtes fragwürdiger Weise die Beiträge erhöht hat, jetzt auch noch zusätzlich von den in früheren Zeiten dubiosen Webanbietern, die sich jetzt selbst ein weißes Kleidchen anziehen, gesponsert wird. Tipico war mehrfach in Geldwäscheskandale und dubiose Zahlungen an Politiker und Vorfeld- Organisation von Parteien verstrickt, auch das sollte hier erwähnt sein. Mitnichten ist Tipico der Saubermann, als der er sich jetzt darstellt. Der selbst ernannte Hüter des Qualitäts-Fernsehens und der freien Meinungsbildung, das Öffentliche Fernsehen, sollte sich besser auf seine Kernaufgaben fokussieren, nämlich die Versorgung der Bürger mit Nachrichten, wie zum Beispiel der Warnung vor Flutkatastrophen, zu versorgen. Stattdessen wird nun einem Anbieter eine Bühne geboten, der dadurch das Online-Glücksspiel garantiert nach Vorne treiben wird. Gerade in der präventiven Suchtbekämpfung ist das genau das falsche Signal, denn auf diese Weise werden riskante Sportwetten auch einem jüngeren Publikum schmackhaft gemacht, die die Werbung von Tipico nicht nur im Stadion an den Banderrolen, sondern auch im TV und den Werbungen wahrnimmt. Hemmungen dagegen werden jedenfalls so schnell fallen. Dass die Öffentlich-Rechtlichen überhaupt kommerzielle Sponsorings anbietet, ist eine Frechheit sondergleichen. Dann sollte man auch auf die Milliarden-Summen aus deutschen Haushalten endlich verzichten und sich einem privaten Wettbewerb stellen. Doppelt kassieren, und das mit moralisch fragwürdigen Partnern, geht in meinen Augen überhaupt nicht.

Ihr Andreas Keith

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