Schwimm-Container statt Schwimmbad: Wenn Politikversagen als Erfolg verkauft wir

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Hausgemachte Probleme zu lösen, das hat sich auch die angeblichen Zukunftskoalition von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst vorgenommen – so machte es zumindest am Donnerstag (28.09.2023) den Eindruck, als dieser den ersten Schwimmcontainer in Düren einweihte. Insgesamt fünf davon hat das Land für sage und schreibe drei Millionen Euro gekauft, um mehr Kindern das Schwimmen-Lernen zu ermöglichen. Diese müssen als Ersatz für nicht vorhandene Hallenbäder herhalten und sollen dabei helfen eines der dringendsten Sportinfrastrukturprobleme in Nordrhein-Westfalen zu kaschieren: das Bädersterben. Denn immer mehr Kommunen können oder wollen sich die teuren Schwimmbäder nicht mehr leisten, erst recht seit der sogenannten Energiekrise. Viele Schwimmbäder sind zudem marode und müssten dringend saniert werden. Doch auch dafür fehlt seit Jahren das Geld. Was also tun angesichts der Tatsache, dass mittlerweile 25 Prozent der Grundschulen keinen Zugang zu Schwimmbädern haben? Schwimmcontainer sind jedenfalls nicht die Lösung!

Zielführender wäre es die Kommunen stärker beim Neubau und bei der Modernisierung zu unterstützen. Denn Schwimmcontainer eignen sich nur zur Wassergewöhnung, bieten nur sehr wenigen Kindern Platz und verfügen nicht über die notwendige Wassertiefe, die für eine effiziente Schwimmausbildung nötig wäre. Das hindert die etablierte Politik, die Sportverbände und ihre Funktionsträger jedoch nicht daran die Schwimmcontainer als ganz großen Wurf zu feiern – öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt vom zwangsfinanzierten Rundfunk.

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