Sattelschlepper statt Schwimmbad: Kinder sollen zukünftig in LKW-Anhängern schwimmen lernen!

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Mindestens 152.000 Kinder haben laut Schwimmverband NRW 2020/21 die Grundschule abgeschlossen, ohne ausreichend Schwimmen gelernt zu haben. Das Problem: Vielen Kommunen in NRW fehlen Schwimmbäder. Doch anstatt den Kommunen mehr Mittel für den Neu- und Ausbau von Schwimmbädern zu gewähren, hat sich die schwarz-grüne Landesregierung dafür entschieden das Geld für fünf „mobile Schwimmbäder“ auszugeben – Sattelanhänger bestehend aus Umkleide und einem Becken mit Platz für maximal sieben Kinder. Anschaffungspreis: 3 Mio. Euro! Jeweils eins dieser Schwimm-LKWs soll in jedem der fünf Regierungsbezirke dafür sorgen, dass NRW nicht vollends zum Nichtschwimmerland Nummer eins degradiert. Das geht aus einer Anfrage unserer Fraktion an die Landesregierung hervor.

Doch die dadurch zusätzlich geschaffene Wasserfläche ist minimal und beträgt jeweils nur wenige Quadratmeter. Zu wenig, zu spät findet der sportpolitische Sprecher der AfD-Fraktion NRW, Andreas Keith: „Seit 2018 setzen wir uns im Sportausschuss des Landtags dafür ein, dass die für die Schwimmausbildung notwendige Infrastruktur ausgebaut und ortsnah verfügbar gemacht werden muss. Doch statt auf mehr Wasserflächen setzt die Landesregierung lieber auf Notlösungen!“

Laut DLRG sind mindestens 30 Unterrichtsstunden nötig, damit ein achtjähriges Kind richtig schwimmen lernt – das wären insgesamt drei Wochen bei zwei Unterrichtstunden täglich. Aber: Nicht jedes Kind hat täglich Sportunterricht. Abzüglich der Ferien stehen den Schulen knapp 40 Wochen für Unterricht zur Verfügung. Da die mobilen Schwimmbäder nur über eine sehr begrenzte Kapazität verfügen, wäre es bereits als Erfolg zu werten, wenn es gelingen würde innerhalb von drei Wochen 30 Kinder zu Schwimmern auszubilden. Aufs Jahr gerechnet wären das, unter optimalen Bedingungen wohlgemerkt, 390 Kinder pro mobilem Schwimmbad. Bei 152.000 Viertklässlern, die nicht schwimmen können und die auf 2.788 Grundschulen verteilt sind, ist diese Maßnahme nichts anderes als der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein oder anders ausgedrückt: reine Symbolpolitik!

Dazu Andreas Keith: „Die neue Landesregierung hat es versäumt ausreichend Mittel bereitzustellen um das Problem zu lösen. Sie hat den Sportetat für 2023 um mehr als 60 Prozent gekürzt. Ein neues Programm zur Modernisierung der Sportstätten ist dringend notwendig, aber noch lange nicht in Sicht. Schwimmanfänger werden stattdessen mit einem Notbehelf wie den mobilen Schwimmbädern vertröstet!“

Damit Kinder vernünftig schwimmen lernen, braucht es moderne Schwimmbäder in erreichbarer Nähe. Das gelingt nicht, solange sich unsere Kommunen aufgrund immer weiter steigender Sozialausgaben den Betrieb oder Neubau nicht mehr leisten können. Der seit Jahrzehnten stattfindende Verfall unserer Sportinfrastruktur – sei es in den Städten, den Vereinen, den Schulsportstätten oder bei den Schwimmbädern – ist nicht länger hinnehmbar. Die Sportinfrastruktur muss erhalten und ausgebaut werden! Nicht umsonst fordert die AfD bereits seit Jahren ein eigens für Schwimmbäder aufgelegtes Investitionsprogramm von Bund und Land.

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